Klassische Astrologie
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Steinbock-Zeit

Vom 23. Dezember bis 20. Januar durchläuft die Sonne das Tierkreiszeichen Steinbock. Sie beginnt dieses Tierkreiszeichen am tiefsten Punkt ihrer Bahn: der Wintersonnwende.

So steht der Steinbock im Zeichen der Lichtgeburt. „Ein neues Licht wird uns geboren, ein neues Kind wird uns geschenkt“ – wer kennt sie nicht, die Worte der Christenheit, die zu dieser Zeit die Geburt jenes Kindes feiert, das Licht der Welt werden soll. Aus der Tiefe beginnt der Aufstieg zur Höhe, aus dem Verborgenen steigt etwas Neues empor und neue Hoffnung wächst.

Auch dort wo christliche Symbole nicht mehr lebendig sind, kann man Reste alter Traditionen und Verhaltensweisen beobachten, die mit Rückbesinnung und Neuanfang zu tun haben. Während der Steinbockzeit schließt man das vergangene Jahr ab und macht Pläne für das Neue. Ein Bedürfnis nach Rückschau ist spürbar, nach Wärme, Licht und die Familien rücken enger zusammen.

Steinbockwetter zurzeit: kalt, mit vielen Minustemperaturen, dunkel, das Leben ist anstrengend geworden. Man muss sich schützen vor Kälte, vor Dunkelheit, vor Unsicherheit. Die Wohnung sichern, die Pflanzen überwintern, die Wege auf Glatteis kontrollieren….

Man muss! Der Leitspruch vieler Steinbock-geborenen. Pflichtbewusstsein ist oberstes Gebot. Die Notwendigkeit zur Kontrolle, Überprüfung auf Fakten und die Orientierung am Machbaren geben Sicherheit. „Postfaktisch“ ist für Steinböcke unhaltbar. Der Weg aus der Dunkelheit verlangt Ausdauer, Kraft, Verlässlichkeit, Genügsamkeit und Durchhaltevermögen.

Der Steinbock lebt im Hochgebirge und sucht einsame, menschenleere Gegenden auf. Er lebt auf kahlen Klippen, in dünn bestandenen Wäldern und auf steilen Felsen. Er ist von großer Kraft und Ausdauer, braucht wenig Nahrung und kommt gut mit kargen Grasbeständen aus. Als geschickter Kletterer läuft er sicheren Trittes über steile und gefährliche Felsvorsprünge. Ein winziges Stück Unebenheit genügt ihm, um sicher an ihnen hochzuklettern.

Die Menschen, die in diesem Zeichen geboren werden, sind wesensverwandt mit diesen Qualitäten. Das kann sich, je nach individueller Veranlagung, auf vielfältige Weise ausdrücken: während den einen Genügsamkeit, Zuverlässigkeit und Ausdauer erstrebenswerte Lebensqualität sind, streben die anderen nach schwindelerregende Höhen oder sind geprägt von der waghalsigen Kunst des Springens und Kletterns,  sei es um die Einsamkeit zu genießen oder um sich einen weiten Aus-und Überblick zu verschaffen.

Steinbock-Geborene können sehr Beharrlich und Widerstandsfähig sein. Sie haben die Fähigkeit, einmal gesteckte Ziele durch unermüdliches Verfolgen und allen Widerständen zum Trotz, durchzusetzen. Sie müssen ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, einfach weil es so sein muss. Sie wollen einer Aufgabe dienen, aber ihrer auch Herr werden. In hohem Maß bereit, Verantwortung zu tragen, geht es um die Befriedigung seines Wirkungsdranges, um Selbstachtung und um Anerkennung der eigenen Leistungen, mit denen sie auch in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen.

Dabei bleibt das Gefühlsleben des Steinbocks gerne seine Privatangelegenheit. Die Weichheit und Gefühlsbetontheit seines Gegenpols Krebs mit seiner Sensibilität und Verletzlichkeit machen ihm Angst. Das Erleben auf der mehr seelischen Ebene gefährdet seine Unabhängigkeit und macht ihn angreifbar. Gefühle verpflichten, so bleibt er lieber auf der „korrekten“ Seite seinen Mitmenschen gegenüber, wobei er genaue Abmachungen schätzt und auch vor konkreten Verpflichtungen nicht zurück schreckt.

Traditionell wird dem Steinbock das Knie zugeordnet.

Zum Tierkreiszeichen Steinbock gehört Saturn.

 „Als die Zeit erfüllt war“… herrschte bei der Geburt des göttlichen Kindes nicht Fülle und Überfluss, sondern saturnische Kargheit, die Dunkelheit des Stalles und Ungeborgenheit. Saturn symbolisiert die Kraft der Konzentration auf das Wesentliche und zeigt uns den Weg aus tiefster Depression ans Licht.