Klassische Astrologie
Beratung & Unterricht


Sommersonnwende




Wir sind  Licht und Schatten

Kennst du deinen eigenen Schatten?



Gestern, am 21. Juni um 11:14 Uhr, bezogen auf Freiburg, hatte die Sonne bei 0° Krebs ihren Höchststand erreicht. Es ist Sommersonnwende. Von nun an werden die Tage wieder kürzer, bis die Sonne zur Wintersonnwende bei 0° Steinbock am 21.12. ihren tiefsten Stand erreicht hat.

Bisher ging es vorwärts und nach oben, die Tage wurden länger und die Schatten kürzer. Jetzt, nach der Sommersonnenwende, mit der das Zeichen Krebs beginnt, geht das Licht zurück, die Tage werden wieder kürzer und die Schatten länger.
Es ist schon erstaunlich, dass die Sonne im Krebs, dem Domizil des Mondes, ihren Höchststand erreicht. Symbolisch treffen sich hier Licht und Schatten. Die Sonne tritt ihren Rückweg an zum tiefsten Punkt auf 0° Steinbock.
Licht und Schatten sind Gegensätze und bedingen sich gegenseitig. Sie sind unsere ständigen Begleiter und Teil unseres inneren Wesens. Teil dessen was wir sind, und Teil dessen was wir nicht sein wollen. Sie beschreiben den Balanceakt zwischen dem, was wir in unser Leben lassen, was wir ignorieren und was wir nicht sehen wollen.
Wir leben in einer Gesellschaft, die negative Gefühle wie Verzweiflung, Wut, Neid, Eifersucht, Ängste und Unsicherheiten etc. in den Schattenbereich verbannt und so eine Auseinandersetzung damit vermeidet. Dabei ist es die Akzeptanz, die helfen kann sich den Themen zu stellen, sie aufzuarbeiten statt sie auf andere zu projizieren. Denn oft werden wir uns ihrer erst bewusst, wenn sie uns in Konflikte mit anderen Menschen führen.
Es ist menschlich, diese Schatten in uns zu haben, genauso wie wir gleichzeitig unser Licht in uns bewahren. Licht und Schatten gehen Hand in Hand.
Nutzen wir die Zeit, um unser Licht und unsere Schatten kennenzulernen.

Ein Blick ins eigene Horoskop kann dabei Wunder wirken.



Zeitqualität Anfang 2022





Im Spannungsfeld zwischen Loslassen und Festhalten

oder zwischen Bleiben und Gehen

     

Nachdem Jupiter die herausfordernden Begegnungen mit Pluto und Saturn Ende 2020 hinter sich hatte, tummelte er sich in 2021 das ganze Jahr über im Tierkreiszeichen Wassermann. Nach der großen Konjunktion mit Saturn Ende 2020, ein Ereignis das ca. alle 20 Jahre stattfindet, und oft kulturellen Wandel bewirkt und vorherrschende Meinungen hinterfragen kann – blieb Jupiter bis Ende 2021 im Saturn-Zeichen Wassermann.

Jupiter, von den „Alten“ das große Glück genannt, steht im persönlichen Horoskop für das Vertrauen in das Leben selbst, für den Glauben und die Suche nach dem Sinn des Lebens, für alle Wachstumskräfte, die dem Leben Auftrieb geben, fördert den Glauben an das Gute und an positive Entwicklungen. Ihm schreibt man Gedeihen, Glück und Wohlstand zu, auch Würde, Weisheit, Glauben, Hoffnung, Moral, Gnade, Überzeugungen, Zuversicht, Vertrauen, Gerechtigkeit und Fülle.

Saturn zeigt Jupiter die Grenzen des Wachstums und fordert Verantwortung. Jupiter umgekehrt, kann Saturn aus Erstarrung lösen und ihm neue Wege der Entwicklung zeigen. So recht entfalten konnte sich jedoch Jupiter im Saturn-Zeichen Wassermann nicht, sodass Grenzen stärker erlebt und wahrgenommen wurden, mögliche neue Perspektiven oft nicht gesehen werden konnten.

Seit Anfang Januar hat Jupiter das Zeichen gewechselt und wandert nun durch sein eigenes Fische-Domizil, suchend nach neuen Horizonten in religiöser, politischer oder ideologischer Hinsicht. Nach der wassermännisch-mentalen Ausrichtung, beschert uns Jupiter nun eine mehr emotionale, gefühlsbestimmte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Projekten des Lebens. Jupiter im Fischezeichen lehrt uns Vertrauen in uns selbst und in die anderen. Kontrolle aufgeben, die Dinge laufen lassen, Ja sagen zu dem was kommt und sich verbunden fühlen mit etwas, das größer ist kann ein befreiendes Lebensgefühl sein. Vor allzu viel Gottvertrauen schützt uns dabei die derzeit starke Steinbock- und Wassermannbetonung.  Seit Ende Januar tummelt sich auch Mars im Steinbock, zusammen mit Venus und Pluto. Sonne, Merkur und Saturn treffen sich im Wassermann. In den Focus rückt der Blick auf das Machbare. Visionen werden auf Brauchbarkeit geprüft und notwendige Entwicklungen und Erneuerungen gerne aufgeschoben.  Mars und Venus treffen sich am 16. Februar im Steinbockzeichen, wo Mars klar im Vorteil ist und Venus wenig Romantik erwarten darf. Dafür aber Stabilität, wo sie vorhanden ist, oder Zeit für Auseinandersetzung, wo sie notwendig ist. Verantwortungsbewusstes Handlen und Stehvermögen, auch wenn die Dielen wackeln, zeichnet diese Zeit aus. Das gilt nicht nur für Liebesbeziehungen sondern für jede Form der Begegnug.

In welchem Lebensbereich sich die oben beschriebene Energie persönlich auswirkt, ist an der Häuserstellung und den Aspektverbindungen im eigenen Horoskop abzulesen.


Venus
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Beziehungen und Werte-Empfinden auf dem Prüfstand

Venus rückläufig, verbrannt und in Cazimi im Steinbock

Das kleine Glück, nannten sie die „Alten“ – im Gegensatz zum großen Glück, das von Jupiter erwartet wird. Venus verkörpert alles, was das Leben leichter und angenehmer erscheinen lässt, was wir begehren und wofür wir bereit sind Opfer zu bringen, für den Wellnessbereich des Lebens den wir mit  Schönheit, Luxus, Reichtum und vor allem Liebe verbinden. Je nach Tierkreiszeichen zeigt uns Venus wie reich und begehrt wir uns fühlen und je nach Hausstellung in welchen Lebensbereich wir besonders ansprechbar sind auf ihre Attribute.

Seit 1 Jahr, genauer seit 09.01.2020 wandert Venus durch das Tierkreiszeichen Steinbock, wo sie am 20.12.21 erst stationär und dann rückläufig wurde.

Das kardinale Tierkreiszeichen Steinbock ist ein pragmatisches Erdzeichen. Allen Planeten in diesem Zeichen wird Vernunft abverlangt und die Aufgabe, Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Steinbock-Planeten ist es nicht gegönnt, sich auf der faulen Haut auszuruhen. Sie sind gefordert zu arbeiten. Sie haben immer etwas zu tun und sorgen dafür, dass wir unsere Alltagspflichten erfüllen. Und wo bleibt die Wellness, der Spaß, die Lebensfreude und die Leichtigkeit des Seins, die doch von Venus versprochen wurde?

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, Venus fühlt sich nicht fremd im TKZ Steinbock. Sie herrscht selbst über ein Erdzeichen, nämlich den Stier. Während die Waage-Venus Erfüllung findet in den Beziehungen, die sie knüpft und lebt und hier ihre Bestätigung sucht, findet die Stier-Venus Erfüllung im Besitz, weil er Sicherheit verspricht und von Dauer ist – eine Verlässlichkeit, die in der Waage und ihren Beziehungen nicht unbedingt gewährleistet ist. Immer aber pflegt Venus das, was sie für besonders wertvoll erachtet, ihr Ansehen mehrt und Frieden verspricht. Neben den materiellen Werten, zu denen auch die Finanzen gehören, orientiert sie sich an einem inneren Wertesystem, zu dem Gerechtigkeit, Fairness, Selbstwert und Harmonie gehören.

Im Steinbock wird Venus in erster Linie danach streben, das, was von Wert und von Dauer ist zu stabilisieren. Ihr ist ein gefülltes Bankkonto lieber als nutzloser Tand, der gerade in Mode ist. Auf dem Erdelement basierend, zählt hier für sie das Praktische und ein ausgeprägter Realitätssinn richtet sich nach dem Machbaren. Sie sucht nach emotionaler und materieller Sicherheit, die von Dauer ist.

Vom 20.12.2021 bis 30.01.2022 ist Venus im TKZ Steinbock rückläufig. Sie hält sich also länger hier auf als üblich, wird bei 26° stationär und geht dann, von der Erde aus betrachtet, rückwärts bis 11°, von wo sie am 29.01.2022 wieder direktkäufig geht.

Rückläufigkeitsphasen der Planeten bieten uns Gelegenheit, mit der jeweiligen Energie Inventur zu machen. Bezogen auf Venus haben wir also den ganzen Januar Zeit, Bilanz zu ziehen, unser Wertesystem zu hinterfragen, zu reflektieren wo wir Sicherheit finden oder wie authentisch wir mit unserem Selbstwert sind. Die Zeit während der Feiertage und „zwischen den Jahren“ bietet sich geradezu an, einerseits Kassensturz zu machen und andererseits diese Phase optimal zu nutzen, um sich selbst zu beobachten und etwas über die Selbstliebe und Liebe zu seinen Mitmenschen zu lernen.

Besonders gut mag uns dies am 09. Januar 2022 gelingen, denn dann steht Venus im Herzen der Sonne, wo sie besonders viel Kraft hat, wir nennen diese Stellung Cazimi. Es kommt nicht oft vor dass ein Planet eine sekundengenaue Verbindung eingeht mit der Sonne. Die Sonne überstrahlt die Planeten in ihrer Nähe, wir können sie dann von der Erde aus nicht sehen und sagen, sie sind von der Sonne verbrannt. Stehen sie aber in besonders enger Konjunktion mit der Sonne, haben diese Planeten eine besondere Kraft.

Ein bildhafter Vergleich, um Cazimi von der "Verbrennung" unterscheiden zu können: Besucht ein Gast oder Bittsteller den Hof des Königs (= Sonne), so wird er sich stark unterordnen, und viele Gesten der Bescheidenheit ausführen müssen. Er kann nicht mehr so agieren wie er möchte, sondern muss seine Eigenart unterordnen, ja verstecken. Lediglich wenn der Gast vom König selbst Audienz erhält, und dann direkt bei ihm im "Thronsaal" sitzt, dann wird seine Stellung plötzlich ins Großartige verstärkt, und der König gewährt ihm seine Bitten oder Wünsche. Diese "Cazimi"-Stellung verschafft Privilegien und Vorteile, ja bisweilen sogar Wohlstand.  (Astrowicki / Astrodienst)

Venus ist also nicht nur rückläufig, sondern seit heute auch verbrannt, wodurch sie enorm geschwächt wird und für einige Unsicherheiten sorgt in Bereichen wie Partnerschaft / Beziehung / Begegnung und Selbstwert / Finanzen / Sicherheit ect. Am 09. Januar aber, entfaltet sie ihre ganze Kraft und Klarheit die uns die Chance gibt zu erkennen, warum uns das eine oder andere Vergnügen im Wellnessbereich bisher versagt geblieben ist.

Treffen Sie während der Rückläufigkeitsphase der Venus keine Entscheidungen bezogen auf die Themen Beziehung, Finanzen etc.  Reflektieren Sie was für Sie selbst von Wert ist und nehmen Sie sich am 09. Januar Zeit, denn im Herzen der Sonne hat die Venus eine enorme Kraft und Klarheit und gibt uns die Gelegenheit, deutlich zu erkennen was notwendig ist, um sich im eigenen Wellnessbereich rundum wohlzufühlen und wieviel Harmonie und Beziehung uns gut tun.



 




Sonne in Konjunktion mit Agena

Agena ist ein heller Fixstern im rechten Vorderbein des Zentauren. Er befindet sich im Sternbild Skorpion und heute am 16. November 2021 in gradgenauer Konjunktion mit der Sonne.

Auf ihrer Wanderung durch das Sternbild Skorpion passiert die Sonne eine Reihe von Fixsternen, die vorwiegend furchterregend in ihren Beschreibungen daherkommen und von Rache, Macht, Gewalt und Tod erzählen. Skorpion konfrontiert uns mit den dunklen Mächten unserer Psyche, dem Geheimnisvollen und Nicht-Sichtbaren. Passend zur Jahreszeit, in der die Nächte immer länger, die Nebel immer häufiger und die Tage immer kälter werden, feiern wir traditionell Allerheiligen, Totensonntag, Volkstrauertag und in jüngerer Zeit auch Halloween. Letzteres ist keltischen Ursprungs und geht auf das Fest Samhain  zurück. Es war das keltische Neujahrsfest, markierte den Beginn des Winters und stellte auch eine Art Erntefest dar. Die Kelten glaubten, dass an diesem Abend die Tore zur Unterwelt offenstehen.

Der Fixstern Agena befindet sich im Übergang vom Sternbild Skorpionn ins Sternbild Schütze. Oder besser im Überlappungsbereich, denn die großen Sternbilder sind nicht wie die Tierkreiszeichen exakt gleichgroße Areale, sondern zu Bildern zusammengefasste Sternengruppen  die unterschiedlich groß sind und von alters her zur Orientierung und zur Navigation dienten. Agena, im Knie des Zentauren (Schütze) leitet deshalb über in die Schütze-Zeit, wo die Dunkelheit tiefer und die Sinnfindung drängender wird. Denn wenn es nicht mehr dunkler werden kann, bleibt nur noch die Hoffnung auf das neue Licht.

Der Name Agena dürfte von A und Gena kommen, was so viel wie "das Knie" bedeutet. Im Arabischen wird er auch Radar genannt, was so viel bedeutet wie "das gemeinsame Land".  (Frank Felber: 121 Himmelskörper)

Während wir in der Skorpion-Zeit als Einzelkämpfer Kräfte mobilisieren, die zur Verteidigung, zur Abwehr allem Unerwünschten und der Selbstbehauptung dienen, weckt die Schütze-Energie unseren Gemeinschaftsgeit und öffnet neue Räume. Mars, der alte Herrscher von Skorpion, spaltet und isoliert und lernt letztlich  loslassen und aufgeben – auch die Überschätzung der eigenen Kräfte.

Agena in Konjuktion mit der Sonne will zur Mäßigkeit erziehen, indem wir auf die Stimme des Herzens hören und durch Liebe und Aufrichtigkeit den Segen höherer Wesen erhalten.

In diesen Tagen geht es also darum, Freundschaften zu pflegen und Verbindung zu den Mitmenschen zu suchen, auch wenn Corona uns zur Distanz zwingt. Eine starke ethische Verankerung finden, die das eigene Wohlergehen nicht auf Kosten des Wohls der Anderen lebt. Schlagfertigkeit üben indem man kein Blatt vor dem Mund nimmt und sich dennoch nicht unbeliebt macht. Ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen und die Fähigkeit, zu seiner Wesensart zu stehen.  Das „gemeinsame Land“ betreten und Frieden schließen.

Vielleicht hilft uns ein Skorpion-Märchen dabei:

Es war einmal ein König, dem es sehr gut ging: Er war reich und sein Volk lebet in Frieden, aber er wurde von Ängsten geplagt, dass einmal eine Katastrophe passieren könnte. Diese Ängste setzten ihm so zu, dass er schließlich einen alten Weisen um Rat fragte. Der Alte sagte zu ihm: „Das ist kein Problem, ich gebe dir jetzt ein Amulett mit, und wenn du einmal in einer wirklichen Notsituation bist, aber nur wenn es wirklich um Leben und Tod geht, dann öffne es, und du wirst darin etwas finden, das dir hilft.“ Der König ist beruhigt.

Viele Jahre später dringt ein fremder Herrscher ins Land, und es kommt zum Kampf. Unser König flieht mit seinem Pferd, wird von den Feinden verfolgt und gerät dabei an den Rand eines Abgrunds. Jetzt ist die tödliche Bedrohung da, vor der er immer Angst gehabt hat. Er öffnet das Amulett und findet darin einen einzigen Satz: „Auch das geht vorüber.“                                        (aus Claus Riemann: Der tiefe Brunnen)

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Sternbilder und Tierkreiszeichen sind übrigens nicht identisch. Zwar tragen sie die gleichen Namen und teilen den für uns sichtbaren Himmel in jeweils 12 Kuchenstücke auf, beziehen sich jedoch auf unterschiedliche Ebenen. Die Sternbilder sind am Fixsternhimmel ausgerichtet und meinen eine Gruppe von sichtbaren Sternen, die zu einem Bild zusammengefasst werden, die unterschiedlich groß sind und von alters her zur Orientierung und zur Navigation dienten. Die Tierkreiszeichen dagegen beziehen sich auf die Ekliptik und beschreiben exakt 30° große Abschnitte, durch die sich die Sonne im Jahreslauf bewegt, von der Erde aus betrachtet!




Jupiter und Saturn in Konjunktion in Wassermann

Selten hat eine planetare Konstellation solche Aufmerksamkeit bekommen, wie die Konjunktion von Jupiter und Saturn, die derzeit im Wassermann stattfindet. Für die einen der Stern von Bethlehem als Verkünder einer neuen Epoche, für die anderen der Beginn des lang ersehnten Wassermannzeitalters, in dem Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zum grundlegenden Motiv unseres Handelns werden.

Von alters her ist Saturn im Wassermann in seinem Tag-Domizil und kann dort positives bewirken. Saturn steht für Reife, im Luftzeichen Wassermann kommt Gelassenheit dazu. Welches Geschenk an die Menschheit wäre das, wenn es uns von nun an gelänge, Leistungsdruck und Wettbewerb in Gelassenheit zu verwandeln, auf reife und gelassene Art Unabhängigkeit zu leben und Neuerungen zu begegnen. Saturn im Wassermann kann Entwicklungen vorantreiben, die sich als sinnvoll erweisen, aber auch fixen Ideen und Utopien hinterher jagen, die sich längst überholt haben.

In der Idee der Erneuerung, Erweiterung und Entwicklung kann sich auch Jupiter wiederfinden, auch wenn er im Wassermannzeichen peregrin steht, fremd, nicht beheimatet ist und sich folglich nicht in seiner ganzen Jupitergröße entfalten kann. Er vermehrt und vergrößert das, was er vorfindet, in einem Luftzeichen die sozialen Interaktionen, die Kommunikation und der technische Fortschritt. "Liberté, Égalité, Fraternité" sind Narrative des Wassermannzeichens und Jupiter dem Sinnsuchenden, sicherlich willkommen. Diese große Konjunktion von Saturn und Jupiter rückt das individuelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen in den Focus, schafft Bewusstsein für Menschenrechte ganz allgemein und strebt nach Überwindung alter Schranken und Klassenunterschiede. Sie konfrontiert den einzelnen jedoch auch mit den Themen Einsamkeit, sich-verlassen-fühlen oder ausgegrenzt-sein,  mit der Angst vor Unterlegenheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung, wenn es nicht gelingt, sich anzupassen.

 Die Energien dieser Konjunktion kann im positiven Sinne genutzt werden, indem wir gleiche Rechte selbstverständlich allen Lebewesen auf dieser Erde zugestehen und für eine gerechte Verteilung der Ressourcen sorgen wenn die Freiheit des Einzelnen immer auch Verantwortung für das Ganze trägt – oder im negativen ausgelebt werden, indem einzelne Individuen sich gegen Verordnungen und Gesetze auflehnen, die dem Schutz der Allgemeinheit dienen.

Jupiter-Saturn im Wassermann tragen das Potential in sich, Entwicklungen voranzutreiben, ein Umdenken in die Wege zu leiten das auf Erfahrung basiert und stabiles, nachhaltiges Wachstum dort fördert, wo es gebraucht wird. Saturn, der weise Lehrer, kann jupiterhaftes Wachstum und Ausdehnung in die Schranke weisen und sinnloser Überproduktion ein Ende bereiten oder zumindest ein Bewusstsein dafür schaffen, wie gedankenlos wir mit den Ressourcen der Erde bisher umgegangen sind. Die Herausforderungen dieser Konjunktion werden nicht spurlos an uns vorbei gehen.

Saturn und Jupiter treffen sich alle 20 Jahre und beschreiben gesellschaftliche Phänomene, die zu einer anderen Weltsicht führen oder mit tiefgreifender Veränderungen einhergehen. Dieser 20-jährige Rhythmus findet in einem größeren Zyklus von 200 Jahren eine Entsprechung in den Elementen. In den letzten 200 Jahren fanden alle Konjunktionen von Jupiter und Saturn in den Erdzeichen statt. Von 12/80 bis 07/81 erlebten wir eine 3-fach Konjunktion im Luftzeichen Waage. Nach einer Rückkehr ins Zeichen Stier im Mai 2000 finden künftig alle Konjunktionen wieder in Luftzeichen statt. Wir erleben also gerade einen Paradigmenwechsel und stehen an der Schwelle zu einer neuen Zeit.

Im persönlichen Horoskop kann die „Wirkung“ dieser Konjunktion an der jeweiligen Hausstellung abgelesen werden. Sie beschreibt, welcher Bereich in unserem Leben davon betroffen ist. Die Aspekte zu den persönlichen Planeten beschreiben, wie wir diese Energie der Veränderungen erleben und wie sehr wir als Einzelne davon betroffen sind, bzw. davon profitieren können.




Steinbock-Zeit

Vom 22. Dezember bis 20. Januar durchläuft die Sonne das Tierkreiszeichen Steinbock. Sie beginnt dieses Tierkreiszeichen am tiefsten Punkt ihrer Bahn: der Wintersonnwende.

So steht der Steinbock im Zeichen der Lichtgeburt. „Ein neues Licht wird uns geboren, ein neues Kind wird uns geschenkt“ – wer kennt sie nicht, die Worte der Christenheit, die zu dieser Zeit die Geburt jenes Kindes feiert, das Licht der Welt werden soll. Aus der Tiefe beginnt der Aufstieg zur Höhe, aus dem Verborgenen steigt etwas Neues empor und neue Hoffnung wächst.

Auch dort wo christliche Symbole nicht mehr lebendig sind, kann man Reste alter Traditionen und Verhaltensweisen beobachten, die mit Rückbesinnung und Neuanfang zu tun haben. Während der Steinbockzeit schließt man das vergangene Jahr ab und macht Pläne für das Neue. Ein Bedürfnis nach Rückschau ist spürbar, nach Wärme, Licht und die Familien rücken enger zusammen.

Steinbockwetter: kalt, mit vielen Minustemperaturen, dunkel, das Leben ist anstrengend geworden. Man muss sich schützen vor Kälte, vor Dunkelheit, vor Unsicherheit. Die Wohnung sichern, die Pflanzen überwintern, die Wege auf Glatteis kontrollieren….

Man muss! Der Leitspruch vieler Steinbock-geborenen. Pflichtbewusstsein ist oberstes Gebot. Die Notwendigkeit zur Kontrolle, Überprüfung auf Fakten und die Orientierung am Machbaren geben Sicherheit. „Postfaktisch“ ist für Steinböcke unhaltbar. Der Weg aus der Dunkelheit verlangt Ausdauer, Kraft, Verlässlichkeit, Genügsamkeit und Durchhaltevermögen.

Der Steinbock lebt im Hochgebirge und sucht einsame, menschenleere Gegenden auf. Er lebt auf kahlen Klippen, in dünn bestandenen Wäldern und auf steilen Felsen. Er ist von großer Kraft und Ausdauer, braucht wenig Nahrung und kommt gut mit kargen Grasbeständen aus. Als geschickter Kletterer läuft er sicheren Trittes über steile und gefährliche Felsvorsprünge. Ein winziges Stück Unebenheit genügt ihm, um sicher an ihnen hochzuklettern.

Die Menschen, die in diesem Zeichen geboren werden, sind wesensverwandt mit diesen Qualitäten. Das kann sich, je nach individueller Veranlagung, auf vielfältige Weise ausdrücken: während den einen Genügsamkeit, Zuverlässigkeit und Ausdauer erstrebenswerte Lebensqualität sind, streben die anderen nach schwindelerregende Höhen oder sind geprägt von der waghalsigen Kunst des Springens und Kletterns,  sei es um die Einsamkeit zu genießen oder um sich einen weiten Aus-und Überblick zu verschaffen.

Steinbock-Geborene können sehr Beharrlich und Widerstandsfähig sein. Sie haben die Fähigkeit, einmal gesteckte Ziele durch unermüdliches Verfolgen und allen Widerständen zum Trotz, durchzusetzen. Sie müssen ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, einfach weil es so sein muss. Sie wollen einer Aufgabe dienen, aber ihrer auch Herr werden. In hohem Maß bereit, Verantwortung zu tragen, geht es um die Befriedigung seines Wirkungsdranges, um Selbstachtung und um Anerkennung der eigenen Leistungen, mit denen sie auch in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen.

        

Dabei bleibt das Gefühlsleben des Steinbocks gerne seine Privatangelegenheit. Die Weichheit und Gefühlsbetontheit seines Gegenpols Krebs mit seiner Sensibilität und Verletzlichkeit machen ihm Angst. Das Erleben auf der mehr seelischen Ebene gefährdet seine Unabhängigkeit und macht ihn angreifbar. Gefühle verpflichten, so bleibt er lieber auf der „korrekten“ Seite seinen Mitmenschen gegenüber, wobei er genaue Abmachungen schätzt und auch vor konkreten Verpflichtungen nicht zurück schreckt.

Traditionell wird dem Steinbock das Knie zugeordnet.

Zum Tierkreiszeichen Steinbock gehört Saturn.

 „Als die Zeit erfüllt war“… herrschte bei der Geburt des göttlichen Kindes nicht Fülle und Überfluss, sondern saturnische Kargheit, die Dunkelheit des Stalles und Ungeborgenheit. Saturn symbolisiert die Kraft der Konzentration auf das Wesentliche und zeigt uns den Weg aus tiefster Depression ans Licht.

 




Schütze-Zeit
Am  21.11.2020 um 21:43 Uhr wechselte die Sonne ins Tierkreiszeichen Schütze. Jetzt beginnt die dunkelste Jahreszeit im Jahr. Die Sonne nähert sich ihrem tiefsten Punkt. Wenn sie in das Tierkreiszeichen Steinbock Eintritt ist Wintersonnwende, die Geburt des neuen Lichts. Doch noch ist es nicht soweit. Während der ganzen Schützezeit regiert die Nacht, die Zeit in der wir ohne die Sonne auskommen müssen ist länger als die paar Stunden am Tag, in denen sie sich zeigt. Was uns trägt in dieser dunklen Jahreszeit ist die Vorfreude auf die Wiedergeburt des Lichts, das Wissen, dass nach dem baldigen Erreichen der Talsohle die Sonne wieder unaufhaltsam aufwärtssteigt, die Tage wieder länger werden und am 20.03. zu Frühlingsbeginn, der auch gleichzeitig der astrologische Jahresbeginn ist, die Fühlings - Tag- und Nachtgleiche erreicht ist.

Die Vorfreude auf das Licht – im Christentum auf das Weihnachtsfest, die Geburt Christi. In vorchristlicher Zeit wurde zur Sonnwende der Tag der unbesiegbaren Sonne gefeiert. Etwas von diesem Optimismus, von dieser Vorfreude tragen alle Schützegeborenen mit sich. Sie brauchen ein Ziel, das sie trägt, eine Hoffnung auf Künftiges. Sie schicken ihre Ideen wie Pfeile in die Welt und folgen ihnen. Dabei ist der Weg das Ziel. Sie lieben es unterwegs zu sein, zu was oder wohin auch immer, begleitet von Optimismus, Begeisterung und Offenheit. Schütze ist das dritte Feuerzeichen nach Widder und Löwe, ein bewegliches Zeichen, das der Flamme gleicht. Schütze-Geborene wollen brennen für etwas, an das sie glauben. Sie müssen einen Sinn erkennen, in dem was sie tun. Dabei sind sie wie alle Feuerzeichen aktiv, großzügig, heiter und lebensbejahend. Sie streben nach Weite und neuen Horizonten im übertragenen wie im konkreten Sinn. Details interessieren dabei wenig. Erweist sich der eine Weg als zu schwierig, zu steil, zu unüberwindbar, wird ein neuer gesucht, wobei auch das Ziel durchaus ein Neues sein kann. So kann es auch vorkommen dass das Nächstliegende übersehen oder zu schnell aufgegeben wird  Wer selbst sehr für etwas brennt, möchte das Feuer der Begeisterung weitergeben,  ansteckend wirken, dann fällt  schwer zu verstehen, dass andere sich von  Ideen, Einsichten oder Visionen weniger oder überhaupt nicht anstecken lassen, wie sehr auch versucht wird, zu missionieren. Doch bei aller Sinnsuche und ihrem Gespür für das Erhabene und Große heben Schütze-Geborene selten ab. Vielmehr orientieren sie sich an der unmittelbaren Lebenswelt und suchen auf materieller Ebene nach Erkenntnis.

Dem beweglichen Feuer ist auch der Funke zugeordnet, symbolisch der Funke, der überspringt, sich an einer Idee entzündet, einer Begeisterung entspringt, erwärmt, strahlen lässt. Schütze-Menschen lachen gerne, sind jovial, gerne in Bewegung und an der frischen Luft. Sie können sich auf alles Mögliche einlassen weil sie neugierig sind auf die Welt und die Menschen. Ihre Reiselust führt sie in ferne Länder und zu fremden Kulturen, wo sie neue Einsichten und Eindrücke gewinnen, die sie mit nach Hause nehmen. Schütze-Menschen brauchen eine Aufgabe im Leben. Routinekram langweilt sehr schnell. Am besten sind sie dort, wo sie ihre Einfälle spontan in die Realität umsetzen können. Sie können zur Besserwisserei neigen, auch zur Großspurigkeit oder Verschwendungssucht, aber sie sind immer Menschenfreund und Kamerad.

Schütze ist ein männliches, aktives Feuerzeichen, heiß und trocken, Jupiter ist sein Regent, Merkur im Schütze in Fall. Auf der körperlichen Ebene sind ihm die Hüfte und Oberschenkel zugeordnet.

 Das Schütze-Zeichen wird oft als Zentaur abgebildet, halb Mensch halb Pferd. Symbolisch stellen sie die Verbindung her zwischen Geist und Materie, beschreiben die Dualität zwischen instinktiven und geistigen Bedürfnissen, die in uns angelegt sind.