Klassische Astrologie
Beratung & Unterricht

Ein Stundenhoroskop im Oktober


Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt?


Die Stundenastrologie ist ja nichts anderes als die Auswertung einer Zeitqualität zu einem beliebigen Zeitpunkt. Was mich immer wieder verblüfft ist die präzise Spiegelung einer Frage, die genau dann gestellt wurde, wenn Horoskop und Frage miteinander korrelieren. Es ist als würde der Kosmos „jetzt“ sagen: „stell jetzt deine Frage!“

Letzte Woche rief mich eine werdende Mutter an, zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Sie war verunsichert weil die Ärzte immer wieder von Kaiserschnitt sprachen, während sie selbst sich eine natürliche Geburt wünschte. Sie fragte mich, ob ein Kaiserschnitt notwendig sein würde, ob sie ein Risiko eingeht, wenn sie weiter auf einer natürliche Geburt besteht.

Die Frage wurde mir am 10.10.2020 um 16:45 Uhr in Horben gestellt.      (Grafik siehe unten)

Die Mutter als Fragestellerin wird durch Saturn repräsentiert, er steht im eigenen Domizil und im 12. Haus. Daraus konnte ich schließen dass es der Mutter gesundheitlich gut geht, sie aber von Ängsten geplagt wurde, die von außen an sie herangetragen wurden.

Für das Ungeborene kommt als Signifikator der Herr von Haus 5 und in erster Linie der Mond in Frage. Zwar stand die Spitze des 5. Hauses noch in Zwillinge, ich entschied mich aber klar für den Mond. Er stand ebenfalls in seinem Domizil, im Krebs, auch dem Kind geht es demnach gut.

Saturn (Mutter) und Mond (Kind) standen in einer applikativen Opposition zueinander, die von keinem anderen Planet gestört wurde. Mutter und Kind werden also natürlich und ungehindert zueinander kommen. Dass sich das Ganze in den Häusern 6 (Krankenhäuser) und 12 (geheime Feinde) abspielte, irritierte mich zunächst, spiegelt aber nur das Geschehen wider. Die Geburt findet im Krankenhaus statt und die Mutter fürchtete sich, dort nicht immer zu ihren Gunsten beraten zu werden.

Für eine Kaiserschnittgeburt müsste Mars in das Geschehen eingreifen. Er steht im Quadrat zu Mutter und Kind, ist rückläufig und seperativ, hat also keine Möglichkeit mehr einzugreifen. Das ganze Radixbild, bezogen auf die Frage, zeigte eindeutig eine natürliche Geburt an. Weil der Aspekt zwischen Saturn und Mond nur 1° betrug, ging ich davon aus dass die Geburt nach einer Woche stattfinden wird.

Ich habe ihr gesagt dass ich keinerlei Gefahr für Mutter und Kind erkennen kann, eine natürliche Geburt wahrscheinlich ist, sie sich aber keinem Risiko aussetzen sollte.

Das Kind kam am 17.10.2020 natürlich und ohne Probleme auf die Welt. Die Geburt war sanft und Mutter und Kind geht es sehr gut.

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Pluto-Saturn und die Corona-Pandemie

 Am 12. Januar 2020 trafen sich Jupiter, Saturn und Pluto im Steinbock - ein historisches Treffen.  

Mit Pluto und Saturn begegnen sich machtvolle Energien, die nie unbemerkt bleiben. Seit Januar 2020 ist es wieder soweit. Nach 38 Jahren findet derzeit ein neues Rendezvous der beiden Langsamläufer statt. Als dritter Planet nimmt in diesem Jahr auch Jupiter an dem Treffen teil und sorgt dafür, dass das, was unter der Regie von Pluto und Saturn entstanden ist, ja auch von allen bemerkt wird.

Saturns Energie setzt uns Grenzen und weißt uns in die Schranken. Überall dort, wo ein Zuviel des Guten negative Folgen zeigt, werden wir von ihm unsanft zur Ordnung gerufen. Dabei geht es nie um Zerstörung, sondern um Bewahrung dessen, was sich als tragend erwiesen hat.  

Plutos Energie erzeugt Wandlungsprozesse und lehrt uns den Umgang mit der Macht, indem er uns unsere Ohnmacht zeigt – schonungslos, damit wir erkennen, womit wir uns selbst schaden und unsere Hybris begreifen. Leben und Tod bedingen und ergänzen sich, das eine ist ohne das andere nicht möglich. Immer wenn die Menschheit dies vergisst, hat Pluto die Kraft, uns eine Lektion zu erteilen.

Zusammen lehren sie uns Demut vor der Schöpfung und fordern dazu auf, die eigenen Lebensstrukturen zu hinterfragen, damit Wandlung und Erneuerung stattfinden kann. Manchmal braucht es dazu radikale Zusammenbrüche.  

Im Steinbock fand die Konjunktion zuletzt 1518 statt. Damals hat Luther seine Thesen an die Kirchentür genagelt und die Welt war gezwungen, sich neu aufzustellen. Jetzt also das Virus, ein Geschöpf ohne Bewusstsein, dem gelingt, was kein Mensch geschafft hätte. Es zwingt uns über die Grenzen des Wachstums nachzudenken, die Schnelllebigkeit auszubremsen und uns bewusst zu machen, wie fragil unser Wirtschaftssystem ist. Es lässt Börsenkurse fallen, macht dem Massentourismus ein Ende, legt Fabriken und Produktionsstätte lahm – und die Natur kann sich erholen. Viele von uns werden vor den Trümmern dessen stehen, was sie sich aufgebaut haben. Viele werden Verluste beklagen, die nicht ersetzbar sind. Die Welt wird einmal durchgeschüttelt und muss sich neu positionieren.  

Damals wie heute wurde und wird die kirchliche Autorität infrage gestellt, in einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß. Solange auf staatlicher, wirtschaftlicher und kirchlicher Seite Entscheidungen ausschließlich im Interesse des eigenen Machterhalts getroffen werden, wird Ohnmacht erzeugt statt Verantwortung gelebt.  

Um Verantwortung zu übernehmen, braucht es ein waches Bewusstsein darüber, wo und auf welche Weise wir Macht leben und welche Werte, welche Ethik uns dabei steuern. Möglicherweise ist das die Botschaft, die diese Pluto-Saturn-Konjunktion uns lehren will.





Im Meridian 5/19 erschien mein Artikel über

Die Triplizitat


eine klassische Deutungsmethode, die zu Unrecht etwas aus der Mode gekommen ist, denn sie trägt bei der Horoskopanalyse wesentlich zu einem  vertieften Verstehen astrologischer Zusammenhänge bei und   bietet  eine Vielzahl neuer Aha-Erlebnisse. Wie man Triplizität sinnvoll in der Radixdeutung sowie in der Stundenastrologie anwenden kann, zeige ich in diesem Artikel anhand einiger Beispiele.


https://meridian-magazin.de/195/

https://sternwerkstatt.de/artikel/195-52/